Schön aber giftig

Engelstrompete

Die Engelstrompete ist eine der schönsten und auffälligsten Pflanzen aus der Gattung der Nachtschattengewächse. Ursprünglich kommt sie aus Südamerika, da sie aber überall auf großes Interesse stieß, wurde sie weitläufig kultiviert. Man bekommt sie auch bei uns in vier unterschiedlichen Farben. Weiß, rötlich, gelb und rot. Die großen Blüten duften sehr intensiv und lassen Urlaubsgefühle aufkommen.

Die Engelstrompete ist schon wegen ihrer enormen Größe von 200 – 500 cm sehr auffällig. Dazu kommt noch die zygomorphe Blütenform (die Hälften sind spiegelgleich) und die Blütengröße, die nicht selten 15- 30 cm lang ist. Die Blütenform ist trichterförmig und am Rand sind fünf eingerollte Zähne. So schön sie auch ist, so giftig ist sie auch. Das hat sie den Alkaloiden zu verdanken. In Südamerika werden ihre Giftstoffe sogar für halluzinogene Anwendungen genutzt. 

Eine Giftpflanze als Rauschmittel

Leider wurde die Engelstrompete nicht nur als wunderschöne Pflanze gesehen, die Gärten und Terrassen, Balkone und Wohnzimmer optisch bereicherten, sondern wurden Ende der 90er Jahre von Jugendlichen als Rauschmittel genutzt, ebenso wie der Stechapfel. Mal werden die Blüten oder Samen konsumiert, Teile der Pflanze wurden geraucht oder als Tee zubereitet. Man sprach von einer Stimmungsanhebenden Wirkung. Das nebenher Hektik und Unruhe entstand, wurde ignoriert. Dabei kann es bei einer Überdosierung zum Delirium kommen.

Die Engelstrompete als Zierpflanze

Die Engelstrompete kann nahezu baumartig wirken, so groß kann sie werden. An einem vollsonnigen Platz findet sie ihren Standort im Sommer auf Terrassen oder Balkonen. Sie hat einen extrem großen Wasserbedarf und muss bis zu zwei mal täglich gegossen werden. Auch der Bedarf an Nährstoffen ist immens und so muss sie einmal in der Woche gedüngt werden. Aber winterfest ist sie nicht und so sollte man sie bereits im Spätsommer auf das Überwintern vorbereiten. Das regelmäßige Entfernen der verblühten Blüten ist ein „Muss“, so kommt es immer wieder zu neuen Blüten.

Eine Engelstrompete überwintert

Für die Überwinterung sind einige Maßnahmen erforderlich, damit man auch im Folgejahr wieder seine Freude an dieser wunderschönen Pflanze hat. Bevor der Frost eintritt, sollte sie in einem kühlen aber hellen Kellerraum, bei 8- 10 Grad, gelagert werden. Ist es dort aber wärmer, kann er zum Austreiben der Pflanze kommen. Das Gefährliche beim Überwintern ist die Wurzelfäule. Hier ist vorsichtiges und sparsames gießen wichtig. Wer einen Wintergarten besitzt, kann sie dort das ganze Jahr über stehen lassen, wobei sie dann aber auch regelmäßig gedüngt werden muss.

Der Umzug

Nach der erfolgreichen Überwinterung sollten die Pflanzen ein größeres Gefäß bekommen und umgetopft werden. Dabei empfiehlt es sich eine Drainage zu integrieren. Vermischte Gartenerde mit Kompost bilden ein gutes Substrat. Bei der Engelstrompete bietet sich

ausnahmsweise ein Gefäß aus Kunststoff an. Zum Einen sind sie dann nicht noch schwerer und zum Zweiten bleibt die Feuchtigkeit in einem Kunststoffgefäß länger erhalten. Im Frühjahr kommt es dann zum Wurzel- Beschnitt. Sobald der neue Pflanzenbehälter gut durchwurzelt ist, nimmt man die Engelstrompete heraus und beschneidet den Wurzelballen mit einem sehr scharfen Messer, so dass überall ca. 10 cm abgeschnitten werden. Der so neu entstandene Raum wird mit  einem Gemisch aus Erde und Hornspäne oder Langzeitdünger aufgefüllt.

Das nächste Frühjahr

Jetzt können die längeren Triebe zurückgeschnitten werden. Das Gute an der Engelstrompete ist, dass man sie nahezu überall beschneiden und somit auch verkleinern kann. Nur etwa ein Drittel der Pflanze sollte bestehen bleiben. Zur Bewurzelung steckt man diese Abschnitte einfach in den Erdboden. Ohne Blütenansatz, aber mit Blättern werden die Stecklinge im Frühjahr, bis hinein in den Sommer, in einen Boden aus Sand und Erde gesteckt und gut gegossen. Nach der Entwicklung lassen sie sich nun leicht umtopfen.

Schädlingsbekämpfung

Die Engelstrompete wird leider schnell von Spinnenmilben, Blattläusen und roten Spinnen befallen. Raupen lassen sich noch leicht absammeln, aber den anderen Schädlingen begegnet man am besten mit Mitteln wie Weißölmilch oder Seifenlauge. Sollten sich kleine Kinder im Haus aufhalten, sollte auf eine Engelstrompete verzichtet werden, denn alle Teile von ihr sind giftig!

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